Ausgangslage
Österreichs Hochstamm-Streuobstkulturen bilden eine Landwirtschaft zwischen 1850 und 1980 ab. Eine zeitgemäße maschinelle Bewirtschaftung und Ernte sind in den meist überalterten Beständen kaum möglich. Der Klimawandel setzt den verbliebenen 5 % der ehemals fast 50 Millionen Hochstamm-Bäume zu. Der Verlust dieses Lebensraumes betrifft das Landschaftsbild, die Arten- und Sortenvielfalt sowie ökologische Dienstleistungen.
Aktuelle Defizite
Eine Weiterentwicklung des hochstämmigen Obstbaus wurde weitgehend versäumt.
Folgende Defizite sind vorhanden:
- Generelles Fehlen moderner HPS Hochstamm-Produktions-Systeme
- Keine Forschung & Fachpublikationen zu zeitgemäßen HPS
- Fehlen professioneller Bepflanzungspläne
- Keine technischen Entwicklungen / Maschinen für HPS (Pflege & Ernte)
- Mangel an resilienten Unterlagen & geeignetem Pflanzmaterial
- Defizite bei Sorteneignung, Vermarktung & Wirtschaftlichkeit
Die große Sehnsucht
Unter Kundinnen & Kunden gibt es eine große Sehnsucht nach traditionellen, aromatischen Obstsorten aus ansprechenden Obst-Landschaften. Verstärkt gibt es ökologische und gesundheitliche Bedenken hinsichtlich des aktuell verfügbaren Obstangebots.